Mobilität

23.10.2018

E-Mobilität verdrängt klassische Automobilkunst

Der E-Antrieb vereinfacht den Automobilbau. War bislang die hohe Fertigungskunst für bspw. Dieselmotoren ein Ausschlag für Deutsche Hersteller, vereinfacht der E-Antrieb die Fertigung und Montage erheblich. Hieraus ist anzunehmen, dass Unternehmen weltweit das E-Auto in den Fokus nehmen und eigene Produkte entwickeln und anbieten werden. 

Neben dem E-Antrieb spielen Software und Assistenzsystem eine immer größere Rolle. Tesla schickt Computer mit Rädern auf die Straße und sorgt mit einem eigenen Teslanetz für attraktive Zusatz- und Erweiterungsmöglichkeiten, selbst nach Kauf. Während Tesla neue Wege geht und die Softwareentwicklung als Kernkompetenz in den Mittelpunkt stellt, rutschen die deutschen Hersteller mit klassischen Kernkompetenzen, wie bspw. bei BMW die Motorenentwicklung, immer weiter in den Hintergrund. 

Die Treibhausgase und der damit verbundene, weltweite Temperaturanstieg sorgen politisch für Reaktionen und Fokussierung des E-Antriebs. Der jahrzehntelange Lobbyismus der deutschen Autohersteller im Sinne ihres eigenen Tuns (und Versäumnisses) rächt sich seit der Dieselaffäre in stetig wachsender Form. Im Konter finden sich asiatische und amerikanische Hersteller, agiler und - auf die Softwareentwicklung bezogen - überlegener Art. 

Aus dem Wettbewerb zwischen Deutschland, Asien oder USA bleibt den deutschen Herstellern nur die Fokussierung auf klassische, hochwertige Fertigungskunst sowie das obere Preissegment. Zum einen, da die Strukturen der deutschen Unternehmen kein agiles Vorgehen zulassen, zum anderen, da für die Anschaffung teurer, gewagter, überladener und in Bezug auf Batterie und Reichweite unausgewogener Kriterien nur das obere Klientel noch in der Lage ist, ein Fahrzeug zu erwerben.

Die deutsche Automobilindustrie muss sich in den kommenden Jahren entscheiden, ob klassischer Automobilbau noch zu ihren Kernkompetenzen gehören kann oder neben einer notwendigen Agilität nicht andere und neue Mobilitätskonzepte ihr Auskommen in der Zukunft sichern.


14.07.2017

Wie wichtig sind Automarken in diesem Jahrhundert?

Der Trend zu autonom bewegten Kraftfahrzeugen zeigt auf, wie sich Hersteller aller Marken künftig positionieren wollen. Anstelle eigenen Fahrens rückt komfortables Taxieren in den Fokus. Noch sind die Hersteller nicht soweit, ihre Fahrzeuge autonom und sicher auf Straßen bewegen zu können. Die Entwicklung wird dies allerdings in Bälde ermöglichen können.

Auf der Trendseite liegt auch der digitale Kunde, der neben dem Komfort weitere digitale Annehmlichkeiten von seinem Transportmittel erwartet. Der selbe Kunde erwirbt in der Zukunftsbetrachtung kein Fahrzeug, er erwirbt eine Mobilitätsleistung. Eine mobile Weglösung von A nach B. 

Wenn wir diese Trends etablieren, bleibt wenig Raum für Automarken. Es gestaltet sich schlicht unwichtig, in welcher Marke das Ziel angefahren wird. Genau so, wie es gegenwärtig unwichtig erscheint, welches Taxi vorfährt und seine Leistung erbringt.

Die Autohersteller müssen umdenken lernen. Sie müssen künftig Ressourcen bündeln, Strukturen vereinfachen und neue Konzepte wagen. Die Schunke Management Consulting hat hierzu unlängst Antworten entwickelt.